Richard-von-Weizsäcker-Schule
Oberschule - Ottbergen

Berufsorientierung


Die Richard-von-Weizsäcker-Schule Ottbergen will ihre Schülerinnen und Schüler so kompetent wie möglich auf das Berufsleben vorbereiten. Besonderer Wert wird auf die Berufswahlvorbereitung gelegt, da der Übergang in das Berufsleben für Schulabsolventen eine große Herausforderung darstellt. Die folgenden Maßnahmen unserer Schule, die das eingangs erwähnte Ziel in die Praxis umsetzen wollen, werden zusammengefasst unter dem Begriff "Berufsvorbereitende Maßnahmen". Die folgenden Ausführungen werden in einer abschließenden Tabelle noch einmal zusammengefasst.

 

Klasse 5-9

Bereits ab Klasse 5 erhalten die Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Möglichkeit, an den jährlichen Zukunftstagen teilzunehmen. Dabei sind sie gefordert, selbstständig ein Unternehmen zu finden, in das sie für einen Tag hinein schnuppern können. So ist es ihnen möglich, in Klasse 5-9 die unterschiedlichsten Betriebe und Berufe kennenzulernen. Darüber hinaus hat unsere Schule eine Kooperation mit dem Amtsgericht, Pro Aktiv und einigen Unternehmen, die Schülerinnen und Schüler aufnehmen, denen es nicht gelungen ist, selbstständig einen Betrieb zu finden. Damit gewährleistet unsere Schule, dass jede_r einen jährlichen Einblick in ein Unternehmen erhält.

 

Klasse 6-7

Schon ab der 6. Klasse werden die Heranwachsenden im Umgang mit dem Computer geschult. Neben dem Computerraum und den Laptops hat unsere Schule in fünf Klassenzimmern ein Smartboard. Somit ist immer die Möglichkeit gegeben, den Computer auch in den normalen Unterricht einzubinden.

 

Klasse 7

In der 7. Klasse nehmen die Schülerinnen und Schüler an der Potentialanalyse teil. Sie dient der Feststellung der besonderen Stärken und Fähigkeiten jedes Einzelnen und spielt eine zentrale Rolle in den berufsorientierenden Maßnahmen. Die Potentialanalyse wird ab dem Schuljahr 2020/2021 im Rahmen des Profils AC (Assessment-Center) selbstständig von ausgebildeten Lehrkräften unserer Schule umgesetzt.

 

Klasse 8

In der Jahrgangsstufe 8 beginnt die Erteilung des Unterrichtsfaches "Wirtschaft". Den Schülerinnen und Schülern begegnet erstmals aus theoretischer Sicht die Arbeits- und Berufswelt. Sie erhalten Einsicht in den regionalen Wirtschaftsraum, in die Aufgaben und Ziele von Unternehmen und können kritisch den Einfluss von Bedürfnissen und Werbung hinterfragen.

Besonders die berufliche Orientierung nimmt im Wirtschaftsunterricht einen hohen Stellenwert ein. Die Wirtschaftslehrerinnen und –lehrer unterstützen neben dem normalen Unterricht die Schülerinnen und Schüler durchgängig in der Findung geeigneter Praktikums- und Ausbildungsplätze. Auch die Einbindung der Erziehungsberechtigten spielt dabei für unsere Schule eine große Rolle und soll zur Berufs- und Betriebsfindung beitragen.

Die Schülerinnen und Schüler fahren an einem Tag in das Berufsbildungszentrum in Hildesheim. Sie erhalten alle Kenntnisse für die Inanspruchnahme der dortigen Angebote der Bundesagentur für Arbeit und lernen den für unsere Schule tätigen Berufsberater persönlich kennen, der einmal im Monat die Richard-von-Weizsäcker-Schule besucht und Einzeltermine für unsere Schülerinnen und Schüler anbietet.

Darüber hinaus fahren die Achtklässler für zwei Wochen zu den Werkstatttagen in die SBH Nord. Dort können sie entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten aus drei Bereichen wählen (z.B. Wirtschaft, Metall, Hauswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau, Pädagogik…) und an verschiedenen Aufgaben ihre Kompetenzen austesten und erweitern.

Im Wirtschaftsunterricht wird in der 8. Jahrgangsstufe der schuleigene Berufswahlpass eingeführt. Der Berufswahlpass dokumentiert alle Maßnahmen zur Berufsvorbereitung, die an der Richard-von-Weizsäcker-Schule durchgeführt werden und unterstützt die Schülerinnen und Schüler im Berufsfindungsprozess. Im Fach Deutsch wird ihnen darüber hinaus das Anfertigen von vollständigen Bewerbungsunterlagen vermittelt, welche den Berufswahlpass ergänzen.

 

Klasse 9-10

Zu Beginn des 9. Jahrgangs erfolgt dann das dreiwöchige Betriebspraktikum. Dieses wird im Unterricht gemeinsam vorbereitet (z.B. JArbSchG, Sicherheit im Betrieb…), durch eine Praktikumsmappe dokumentiert und anschließend im Unterricht reflektiert. Darüber hinaus stellen die Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Praktikumsmesse ihre Ausbildungsberufe und Praktikumsbetriebe vor und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse. Dazu sind die anderen Schülerinnen und Schüler sowie Eltern, Vertreter der Praktikumsbetriebe und Interessierte eingeladen.

Ab der 9. Klasse müssen sich die Jugendlichen für Profile entscheiden. Wir bieten neben Französisch die drei Profile „Wirtschaft“, „Gesundheit und Soziales“ sowie „Technik“ an. Die Schülerinnen und Schüler wählen entweder Französisch oder zwei der drei Profilfächer zweistündig.

Im ersten Halbjahr besuchen die Schülerinnen und Schüler, sofern sie kein Französisch gewählt haben, alle drei Profilfächer und wählen erst zum zweiten Halbjahr zwei der drei Profilfächer.  Sie können die Fächer mit ihren Erfahrungen aus dem absolvierten Betriebspraktikum, ihren Berufswünschen und ihren Fähigkeiten und Stärken abgleichen.

Im Profil Technik kooperiert unsere Schule mit der Werner-von-Siemens Schule. Die Schülerinnen und Schüler fahren im zweiten Halbjahr der 9. Klasse und im ersten Halbjahr der 10. Klasse in die Berufsschule, arbeiten dort in den Werkstätten mit den Berufsschullehrern zusammen und erstellen kleine Werkstücke aus Metall.

In Klasse 9 nehmen die Schülerinnen und Schüler an der kontinuierlichen Berufsorientierung teil, für sie wir ein eigenes Curriculum entwickelt haben. Die Klassen beschäftigen sich ein Halbjahr wöchentlich 90 Minuten lang mit Themen wie Bewerbungsschreiben, Einstellungstests, Onlinebewerbungen und Bewerbungsgesprächen, die wir unter anderem in Kooperation mit der Firma Löseke durchführen.

Im neunten Jahrgang wird vom berufspsychologischen Dienst aus der berufspsychologische Test angeboten. Hier werden erneut die Fähigkeiten und Stärken der Schülerinnen und Schüler getestet und ein umfassendes Berufsbild für die Jugendlichen erstellt.

Auch der dauerhafte Kontakt zu Betrieben ist uns ein großes Anliegen. Im zweiten Halbjahr führen die Schülerinnen und Schüler eine Betriebsbesichtigung ihrer Wahl zu einem unserer drei Kooperationsbetrieben (Arwed Löseke, KSM und Hemplemann)  durch. Am Ende von Klasse 9 fahren wir mit dem Jahrgang auf die jährliche Vocatium-Messe in Hildesheim. Hier stellen sich mehrere Betriebe und Schulen aus der Region vor und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen direkten Kontakt. Ebenfalls wird mit den Jahrgängen 8-9 die Ideenexpo in Hannover besucht, die alle zwei Jahre stattfindet.

Wie schon erwähnt, steht unseren Schülern während ihrer gesamten Zeit an der Richard-von-Weizsäcker-Schule eine professionelle Berufsberatung von Seiten der Bundesagentur für Arbeit einmal monatlich zur Verfügung, die auch über dieses Angebot hinaus in den Nachmittagsstunden Termine im Berufsinformationszentrum Hildesheim anbietet bzw. einrichtet und über aktuell noch offene Lehrstellen in unserer Region permanent informiert.

  

2008 wurde an der Richard-von-Weizsäcker-Schule die Schülerfirma „Limbo“ als Wahlpflichtkurs für den 10. Jahrgang gegründet. Sie ist hauptsächlich für den Verkauf von umweltfreundlichen Schulmaterialen, Schulkleidung und verschiedene Sorten von Milch und Müsliriegeln verantwortlich. Der Verkauf findet zweimal wöchentlich statt. Darüber hinaus werden verschiedene Angebote an Feiertagen wie Muttertag, Ostern oder Weihnachten organisiert. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in den Bereichen Firmenleitung, Büro, Marketing und Verlauf.

  

Seit Mai 2009 ist die Richard-von-Weizsäcker-Schule für dieses umfassende Berufsorientierungskonzept mit dem Gütesiegel „Berufs- und ausbildungsfreundliche Schule“ ausgezeichnet. 


Bei dieser hier vorliegenden Darstellung handelt es sich um die in jedem Schuljahr regelmäßig durchgeführten Angebote der Richard-von-Weizsäcker-Schule Ottbergen zur Vorbereitung auf das Berufsleben. Darüber hinaus haben in der Vergangenheit und werden auch zukünftig unsere Schülerinnen und Schüler an zusätzlichen Veranstaltungen zu dieser Thematik teilnehmen, die beispielsweise von Versicherungen oder Banken an uns herangetragen werden oder individuell entschieden werden. 

 

Übersicht über die Maßnahmen der Berufsvorbereitung     

Klassenstufe

Berufsorientierende Maßnahmen

 

5-10

 

  • Teilnahme am jährlichen Zukunftstag  
  • Dauerhafte Unterstützung durch unseren Sozialpädagogen  
  • Dauerhafte Beratung und Unterstützung durch unseren Berufsberater

 

6

 

  • Teilnahme am Informatik-WPK

 

7

 

  • Potentialanalyse

 

8

 

  • Einführung des Faches Wirtschaft  
  • Durchführung der Werkstatttage der SBH Nord  
  • Besuch der Praktikumsmesse  
  • Besuch des Berufsinformationszentrums  
  • Einführung des Berufswahlpasses  
  • Verteilen des Berufe-Aktuell  
  • Freiwilliger Besuch der Nacht der Bewerber  
  • Besuch der Ideenexpo in Hannover (alle 2 Jahre)

 

9

 

  • BO- Unterricht (eine Doppelstunde ein   Halbjahr lang)  
  • Kennenlernen der Profilfächer (Französisch   oder GuS, Wirtschaft und Technik) mit anschließender Profilwahl (2 x zweistündig oder Französisch 4stündig)  
  • Kooperation mit der Werner-von-Siemens im Rahmen des Profilunterrichts  
  • Elternabend zur Berufsorientierung und Schülerinformation des BIZ  
  • Dreiwöchiges Betriebspraktikum  
  • Zweitägige Praktikumsmesse mit Abendveranstaltung  
  • Berufspsychologischer Test  
  • Betriebsbesichtigung des Röderhofs im Rahmen des Profil GuS  
  • Betriebsbesichtigung zu Arwed Löseke, KSM oder Hempelmann  
  • Besuch der Ausbildungsbotschafter in der Schule  
  • Freiwilliger Besuch der Nacht der Bewerber  
  • Besuch der Vocatium-Messe  
  • Besuch der Ideen-Expo in Hannover (alle 2 Jahre)

 

10

 

  • WPK-Schülerfirma „Limbo“  
  • Ausbildungsplatzmatching mit der Handwerkskammer  
  • Weitere Teilnahme am Profilunterricht  
  • Unterricht durch den Berufsberater zu Werdegängen nach der Schule 
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